Nagelpilz-Behandlung

Eine Nagelpilz-Behandlung ist sehr langwierig. Sie erfordert eine Menge Ausdauer und Disziplin. Doch nur so kann man den lästigen Nagelpilz wieder loswerden.

Unglaublich, aber leider wahr: Viele Menschen, die an einem Fußnagelpilz leiden, sehen überhaupt keine Notwendigkeit, diese Erkrankung zu behandeln. Dabei wäre dies nicht nur im eigenen Interesse erforderlich, sondern auch aus Rücksicht auf Mitbewohner und andere Menschen, die mit den Nagelpilzerregern in Kontakt kommen könnten.

Eine Nagelpilz-Behandlung ist langwierig

Allerdings ist die Behandlung eines Fußnagelpilzes recht aufwändig. Und wenn nach Anfangserfolgen der Fußnagelpilz plötzlich wiederkehrt, sorgt dies für Frust bei den Betroffenen, und viele ergeben sich dann auch in ihr Schicksal.

Die Nagelpilz-Behandlung kann je nach Stadium der Erkrankung in Eigenregie durchgeführt werden oder mit professioneller Hilfe (Hautarzt, Fußpflege). Insbesondere für die Heimanwendung werden in den Apotheken diverse Mittel gegen Nagelmykose angeboten. Als besonders anwenderfreundlich haben sich dabei Lacke gegen Nagelpilz erwiesen. Dabei wird zunächst das erkrankte Nagelmaterial mit einer Feile abgetragen, anschließend wird der Anti-Nagelpilz-Lack aufgetragen. Die etwas schmerzhafte Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden, und das über einen Zeitraum von oft mehr als einem halben Jahr. Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, mit Einwegfeilen zu arbeiten. Auf gar keinen Fall sollte eine solche Feile von anderen Familienmitgliedern mitbenutzt werden (Ansteckungsgefahr!).

Die Nagellacke gegen Nagelpilz enthalten je nach Produkt den Wirkstoff Amorolfin oder Ciclopirox, daneben gibt es zum Beispiel auch Cremes mit einer Kombination aus Bifonazol und Harnstoff . Doch nicht jeder Wirkstoff ist für jeden Nagelpilzerreger geeignet.

Bei Nagelpilz unbedingt zum Hautarzt

Bevor Sie eine Selbstbehandlung Ihres Nagelpilz-Problems beginnen, sollten Sie allerdings einen Hautarzt konsultieren. Nur er kann durch das Anlegen von Kulturen feststellen,um welche Nagelpilzart es sich handelt. Danach richtet sich nämlich die Nagelpilz-Behandlung.

Die Lackmethode ist übrigens auch nur dann sinnvoll, wenn maximal ein Drittel des Nagels befallen ist. Ist die Nagelpilzerkrankung bereits weiter fortgeschritten, wird der Hautarzt möglicherweise Tabletten verordnen, die den Pilz von innen bekämpfen. Die Medikamente haben allerdings starke Nebenwirkungen.

Sehr viele positive Erfahrungsberichte gibt es von einer etwas neueren Behandlungsmethode: Laser gegen Nagelpilz. Sie ist relativ schmerzfrei und anscheinend sehr effektiv.

Abzuraten ist dagegen von Hausmitteln gegen Nagelpilz oder gar einer Antipilzdiät gegen Nagelpilz.

Fußbäder

Während unsere Vorfahren noch ein gutes Fußbad zu schätzen wussten, geriet diese Praxis in der Vergangenheit immer mehr in Vergessenheit. Schade eigentlich, denn ein Fußbad ist schnell angerichtet und immer wieder eine Wohltat für müde oder schmerzende Füße.

Wenn die Füße durch langes Stehen belastet werden, tun sie am Ende des Tages oft weh. Davon wissen nicht nur Verkäuferinnen ein Lied zu singen. Zu enges Schuhwerk, High-Heels oder schwere Arbeitsschuhe sorgen ebenfalls dafür, dass die Füße nach getaner Arbeit schmerzen. Hier kann ein Fußbad wohltuend sein. Doch auch wer zu kalten Füßen oder zu Schweißfüßen neigt, kann diesem Übel mit einem warmen Fußbad und entsprechendem Badezusatz entgegenwirken. Vor einer Fußnagelbehandlung oder einer Hornhautbehandlung ist ein Fußbad ebenfalls hilfreich, um die Nägel beziehungsweise die Hornhaut aufzuweichen. Im Sommer wirkt ein kaltes Fußbad belebend.

Fußbad – so geht‘s

Alles, was Sie für ein Fußbad brauchen, ist eine flache Schüssel oder eine kleine Wanne, in denen die Füße Platz haben. Optimal passen beide Füße gleichzeitig hinein, ansonsten müssen Sie zwischendurch wechseln. Legen Sie sich außerdem ein trockenes Handtuch bereit und eventuell ein Handtuch als Bodentuch, auf das Sie die nassen Füße abstellen können. Je nach Zweck der Anwendung können Sie noch einen Badezusatz bereitstellen, etwa Fichtennadelbad.

Lassen Sie in die Schüssel warmes Wasser ein. Es sollte nicht kochend sein, aber auch nicht zu kalt. Wenn Sie sich unsicher sind, machen Sie die Ellenbogenprobe: Tauchen Sie den Ellenbogen kurz in das Wasser ein. Wenn die Wassertemperatur dort als angenehm empfunden wird, ist sie auch für die Füße gut.

Setzen Sie dem Badewasser den gewünschten Badezusatz zu. Zur Entspannung eignet sich Fichtennadel oder Lavendel, bei Schweißfüßen können Sie es mit Kampfer oder Menthol versuchen. Achten Sie dabei auf gute Qualität und mögliche allergische Reaktionen. Lassen Sie sich im Zweifel in der Drogerie oder Apotheke Ihres Vertrauens beraten. Eine Kappe Badezusatz reicht in der Regel.

Setzen Sie sich bequem in Ihren Lieblingssessel oder auf einen Stuhl, tauchen Sie die Füße in das Badewasser und lassen Sie sie dort für etwa 10 Minuten. Diabetiker sollten nur etwa 5 Minuten baden, damit die Haut nicht zu sehr aufweicht.

Nach der Badezeit nehmen Sie die Füße aus dem Wasser, trocknen sie gut ab (auch zwischen den ziehen), und cremen sie ein, um die Feuchtigkeit zu erhalten.

Sicher werden Sie die wohltuende Wirkung eines Fußbades schnell zu schätzen wissen und daraus schon bald ein Ritual machen.

Kinderfüße pflegen – 10 Tipps

Auch Kinderfüße wollen gepflegt werden. Denn wenn sich erst einmal Fußschweiß, Fußpilz oder gar ein Nagelpilz an den kleinen Füßen etabliert hat, wird es schwierig, dagegen anzukämpfen. Ganz zu schweigen von den körperlichen und seelischen Leiden, die dem Kind dadurch entstehen.

Als Eltern sollten Sie von Anfang an auch auf die Pflege der Kinderfüße achten. Nebenbei lernt das Kind so auch schnell, wie es später selbst für seine Füße sorgen kann.

So pflegen Sie Kinderfüße

Hier sind 10 Tipps, worauf Sie bei der Pflege der Kinderfüße achten sollten

  • Nachdem Sie das Kleinkind gebadet haben, trocknen Sie seine Füßchen gründlich ab, besonders auch zwischen den Zehen. Zeigen Sie älteren Kindern auch, wie sie die Zehenzwischenräume richtig trocknen. Erklären Sie dem Kind auch auf verständliche Weise, warum das wichtig ist.
  • Cremen Sie die Kinderfüße nach dem Baden oder Duschen ein, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
  • Achten Sie darauf, dass Strümpfe, Socken oder Strumpfhosen und Strampler möglichst aus Naturfasern bestehen. Diese sind atmungsaktiv und saugen den Schweiß gut auf.
  • Beim Anziehen der Schuhe sollten Sie darauf achten, dass die Söckchen oder Strumpfhose keine Falten unter den Fußsohlen bilden. Dies könnte zu Druckstellen führen.
  • Die Kinderschuhe sollten regelmäßig überprüft werden. Kinderfüße wachsen schnell. Achten Sie auf gutes Schuhwerk aus Naturmaterial.
  • Lassen Sie vom Kinderarzt die Füße überprüfen. Senk-, Spreiz- oder Plattfüße lassen sich frühzeitig korrigieren.
  • Schneiden Sie die Fußnägel nach dem Baden mit einer speziellen, abgerundeten Schere gerade ab. Vermeiden Sie Verletzungen der Nagelhaut.
  • Entfernen Sie einen Niednagel. Bei einem Umlauf hilft oft ein regelmäßiges Baden des Fußes. Einen eingewachsenen Nagel sollten Sie fachmännisch versorgen lassen.
  • Sollte sich beim Kleinkind ein Nagelpilz eingenistet haben, besprechen Sie dies unbedingt mit dem Kinderarzt oder Hautarzt. Verwenden Sie auf gar keinen Fall einen Nagellack aus der Apotheke. Diese sind in der Regel nicht für Kinder geeignet.
  • Lassen Sie Ihr Kind nach Möglichkeit viel barfuß laufen. Dies fördert nicht nur die Sensorik und das Gleichgewicht, sondern lässt die Haut auch besser atmen.

Gesunde Kinderfüße sind also keine Hexerei und tragen mit dazu bei, dass das Kind sich wohl fühlt. Und für die kleinen Mühen werden Sie mit jedem Lächeln reichlich belohnt.